Buch des Monats Oktober 2017

Anna Woltz: Gips oder wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte ISBN: 978-3-551-55676-9                                                                           Hamburg: Carlsen Verlag, 2016, 216 Seiten.


Wenn ein Tag ein ganzes Leben verändert
Was kann an einem einzigen Tag alles passieren? Welche Kontinuitäten erleben wir und welchen Veränderungen fühlen wir uns manchmal ausgeliefert?
Fitz und Bente, zwei Geschwister, erleben so einen Tag, der sich noch lange in ihrem Gedächtnis festkrallen wird. Als sie sich auf dem Weg zur Wohnung des Vaters machen, stürzen sie plötzlich mit dem Fahrrad. Beide werden ins Krankenhaus eingeliefert. So viel vorab. Fitz, die 12-Jährige, hat nun unendlich viel Zeit zum Nachdenken. Die Scheidung ihrer Eltern liegt ihr noch wie ein Stein in der Magengrube. Sie fragt sich, wie es so weit kommen konnte. Ihr größter Wunsch ist es, dass ihre Eltern die Scheidung wieder rückgängig machen und zueinander finden. Genau in dieser Umbruchsituation lernt Fitz den 14-jährigen Adam kennen, der den kleinen Bruder im Krankenhaus besucht. Eine Liebesgeschichte zwischen den Beiden bahnt sich an. Neben zahlreichen Problemen und Ereignissen, mit denen Fitz an einem einzigen konfrontiert wird, leuchtet diese Liebesgeschichte als Lichtstrahl hindurch, lässt Hoffnung aufkeimen, dass Brüche und brüchige Lebenssituationen eine Heilung oder eine positive Wendung erfahren können.
Anna Woltz wurde 1981 in London geboren und wuchs in Den Hag auf. Sie studierte Geschichte und arbeitet seither als Autorin und Journalistin.


2016 erhielten Anna Woltz und die deutsche Übersetzerin Andrea Kluitmann  den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz.

Ein Buch, das ich nicht nur jugendlichen Lesern empfehle!

Cornelia Stahl