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KiBi-Exkursion in die Nationalbibliothek

Exkursionsbericht

Von unserem Büroteam angeführt, trafen wir, das sind etwa 70 Bibliothekare und MitarbeiterInnen, uns am Freitag, 14. Juni 2013 um 14 Uhr, auf dem Wiener Josefsplatz. Das Ziel waren die Räumlichkeiten einer der ältesten Bibliotheken weltweit, der Österreichischen Nationalbibliothek, die wir unter fachkundiger Führung zweier Guides besichtigten.

Die auf Karl VI. zurückgehende Bibliothek beherbergt heute 10 Millionen Werke und was als Haus- und Hofbibliothek begann, wurde bald zu einem Repräsentanten der Macht der Habsburger. Zwischen 1726 und 1730 wurde das Aushängeschild der Bibliothek, der Prunksaal, errichtet. Die Werke der Nationalbibliothek sind ein Spiegelbild des multinationalen Habsburgerreiches und es gibt auch heute einen regen Austausch mit anderen Partnerbibliotheken.

Die Bibliothek hat bis heute die gesetzliche Verpflichtung, alle Werke, Zeitungen, aber auch Internetseiten, die in Österreich oder im Ausland von Österreichern publiziert werden, zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten. Dies macht einen stetigen Ausbau der Räumlichkeiten notwendig, da die Zahl der Objekte stetig steigt. „Die Nationalbibliothek frisst sich durch die Hofburg“, wie ein Mitarbeiter uns deshalb sagte.

Die Nationalbibliothek ist, um die Gefahr des Verlustes von Werken zu minimieren, eine Non-lending-Bibliothek und ihre Bestände dürfen nur in den Lesesälen genützt werden, wobei es aber die Möglichkeit gibt, diese zu kopieren oder einzuscannen. Viele Werke sind auch online zugänglich und in Kooperation mit Google werden etwa 600 000 Werke eingescannt und online verfügbar gemacht, wobei etwa 100 000 Werke bereits online verfügbar sind.

Nach dem Prunksaal, in dem Druckwerke aus dem 17. Jahrhundert verwahrt sind, besichtigten wir den modernen Teil der Bibliothek mit den verschiedenen Abteilungen.

Neben einem Lesesaal waren so auch der Tiefenspeicher und die Infrastruktur zum Studium und zur Arbeit mit den Medien Ziele der Führung.

Zu allen Räumlichkeiten wurden wir von den Guides mit umfassenden und spannenden Hintergrundinformationen versorgt und durften auch selbst Werke ansehen. So erfuhren wir etwa, dass in der heutigen Zeit nicht so sehr das Speichermedium ein Problem darstellt, sondern vielmehr die zum Lesen der darauf gespeicherten Daten erforderliche Software.

 

Ivo Baotic

 

 

 


Die Teilnehmer beim Gruppenfoto