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Bibliotheksfahrt mit Dietmar Grieser ins Land der „Böhmischen Großmutter“

Veranstaltung des Kirchlichen Bibliothekswerks, 20. Mai 2011

Viel Interessantes zu erfahren in den tschechischen Bibliotheken

Außerdem unterstützt die Stadtbibliothek Hodonín auch die vielen kleineren Bibliotheken der Region, von denen wir eine kennen lernen durften. In Ratiskovice, einer gerade neu adaptierten Dorfbibliothek, wurden wir von der Bibliotheksleiterin, ihren Kolleginnen und dem Bürgermeister empfangen, die für uns einen köstlichen Imbiss vorbereitet hatten. In  anheimelnder Atmosphäre  las Dietmar Grieser aus seinen Büchern „Die Böhmische Großmutter“ und „Der Onkel aus Pressburg“ und erzählte von seinen Recherchen in Tschechien und der Slowakei. Frau Simonova hatte umsichtig für zwei Dolmetscherinnen gesorgt, die dem tschechischen Publikum Dietmar Griesers Vortrag übersetzten. Anschließend las der tschechische Bildhauer Jurcsan aus seinen Erinnerungen und dem abenteuerlichen Schicksal des Masaryk-Denkmals in Hodonín. Beide Autoren erhielten großen Applaus aber auch die Leistung der Dolmetscherinnen, die nicht nur gewandt übersetzten sondern auch im Handumdrehen eine Zusammenfassung des Vortrags lieferten, wurde gebührend gewürdigt. Wir waren beeindruckt von der Professionalität unserer tschechischen Kolleginnen und überwältigt von der großen Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die man uns entgegen brachte. Unser Ziel, mit unserer Veranstaltung einen kleinen Baustein zur grenzüberschreitenden „Bibliotheksfreundschaft“ zu leisten, scheint gelungen zu sein.


Bibliothek Hodonin

Am 20. Mai 2011 reisten 52 Bibliothekar/innen mit Dietmar Grieser und dem Kirchlichen Bibliothekswerk nach Tschechien. Erste Station war Schloss Lednice (Eisgrub). Wir besichtigten das Schloss, das sich seit dem 13. Jahrhundert bis 1945 im Besitz der Familie Liechtenstein befand. Die kunstvollen Schnitzereien im Erdgeschoss des Schlosses suchen ihresgleichen, ein wahres Juwel ist die Bibliothek mit ihrer herrlichen Wendeltreppe, geschnitzt aus dem Holz eines einzigen Eichenstammes.

Nach dem Mittagessen blieb noch kurz Zeit, einen Blick in den wunderbaren Park zu werfen, der zu den schönsten Landschaftsgärten Europas zählt. Nun steuerten wir aber unser eigentliches Ziel an: die Stadtbibliothek Hodonín. Von der Leiterin, Mag. Haná Simonova und ihren Kolleginnen wurden wir herzlich begrüßt und durch die Bibliothek, die zwei Ebenen umfasst, geführt. Neunzehn Bibliothekarinnen kümmern sich in den verschiedenen Abteilungen um die Leserinnen und Leser. Kooperationen mit Kulturvereinen und anderen sozialen Einrichtungen erweitern das Veranstaltungsspektrum und werden von den Einwohner/innen sehr geschätzt. Derzeit zeigt die Stadtbibliothek eine Fotoausstellung und die Arbeiten einer Malgruppe.