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Sprachspielereien

Dem spielerischen Umgang mit Sprache und den kreativen Möglichkeiten, Lust auf Literatur zu machen, war die Herbsttagung des Bibliothekwerkes am 11. Novemer 2005 in Wien gewidmet.

gecko-art

Einen flotten Einstieg bot das Künstler-Duo gecko-art, das seit Jahren, vor allem mit Kindern aber auch mit Erwachsenen auf unkonventionelle Art Geschichten bastelt. Zum Beispiel so: Das Publikum wird aufgefordert, eine Reihe Haupt-, Zeit- und Eigenschaftswörter zu nennen. Diese werden gesammelt, auf verschiedenfarbigen Kärtchen notiert und schließlich nach dem Zufallsprinzip zu Sätzen und schließlich Geschichten zusammengesetzt, wobei die dadurch entstehenden, skurril anmutenden Wort- und Satzverbindungen Mut machen, einmal die Pfade der Logik zu verlassen und sich auf ungewöhnliche Assoziationen einzulassen. Auf diese Weise öffnet sich vielleicht auch ein Tor zum Verstehen von Lyrik. Zum Abschluss führten Walter Kreuz und Evelyn Blumenau ein Experiment mit dem Voice-Recorder vor: Ein Satz wird auf den Bildschirm projiziert bzw. auf eine Tafel geschrieben und jemand aus dem Publikum liest ihn verkehrt herum vor, was vom Voice-Recorder aufgezeichnet wird. Wenn man diesen nun zurücklaufen lässt, wird der Satz wieder „richtig“ aber mit ungewohntem Tonfall hörbar. So überraschte bei unserer Veranstaltung Frau Kindl aus Reisenberg mit ausgesprochen französisch anmutendem Akzent.

Vor langer, langer Zeit...

Der Märchenerzähler Helmut Wittmann aus dem oberösterreichischen Almtal überraschte gleich zu Beginn seines Programms, indem er den Dudelsackspieler Franz Bernegger mitbrachte, der seinem wunderschön geschmückten Instrument (mit geschnitztem Widderkopf und Fell) auch sogleich eine zauberhafte Weise entlockte. Dann führte uns Helmut Wittmann ins Märchenland. Ob es um den König geht, der (fast) alles geglaubt hat, um den Hahnengigerl oder um den gutmütigen Knecht, der die armen Seelen aus der Hölle befreit hat, man ist sofort von Wittmanns Erzählkunst gefangen. Wer ihn gehört hat, versteht, warum seine Märchenabende und Märchenwanderungen so einen riesigen Erfolg haben. Er erzählt lebendig, frech, warmherzig und mit so viel spitzbübischem Charme, dass man ihm stundenlang zuhören könnte. Alle seine dzt. lieferbaren Bücher und CDs sind im Kirchlichen Bibliothekswerk zu entleihen.

Lesespass für Gross und Klein

Die temperamentvolle junge Autorin Gabriele Rittig, die zu ihren Büchern auch gleich die Requisiten herstellt, verstand es, das Publikum sofort zu gewinnen. Ihr Anliegen ist, die Probleme und Ängste von Kindern auf humorvolle Weise zu entkräften. In „Fred und Paul, eine Schuhfreundschaft“ bekommen die ganz Kleinen praktische Hilfestellung beim Anziehen, in „Patrizio, der ängstliche Pyjama“ wird liebevoll auf die Angst vor der Dunkelheit eingegangen... ; für die Vorstellung des Buches „Lotta, die kleine Hose“ verwandelte sich die Autorin in die französische Modeschöpferin Jeanette Schnipsel. Für größere Kinder schreibt sie spannende historische Krimis, zum Beispiel „Verschwörung gegen den Pharao“. Dieser Titel wurde uns mit eigens hergestelltem Sarkophag samt Inhalt! präsentiert. Die sympathische Autorin liest häufig in Schulen und Bibliotheken.

... und Kinder lesen

Leider konnte Martin Selle, der uns seine Kinderkrimis vorstellen und verraten wollte, wie man zusammen mit Kindern eine Geschichte entwickeln kann, nicht kommen. Er wurde durch einen Autounfall (zum Glück ohne Personenschaden) so lange aufgehalten, dass er erst nach Schluss unserer Veranstaltung eintraf. Wir hoffen, den sympathischen Autor ein anderes Mal unseren Bibliothekar/innen präsentieren zu können.

Wir freuen uns, dass unsere Tagung so begeistert aufgenommen wurde und hoffen, einige Impulse für Veranstaltungen in Bibliotheken vermittelt zu haben. E-Mail: office@kibi.at