Per Autobus waren die BibliothekarInenn und MitarbeiterInnen der
Bibliotheken der Kirchlichen Bibliothekswerkes der Erzdiözese Wien nach
Poysdorf gekommen. Mag. Josef Fürst, Leiter der Öffentlichen
Bibliothek Poysdorf, hatte vor Ort die literarische Veranstaltung bestens
organisiert. So konnte er auch zahlreiche TeilnehmerInnen aus Poysdorf und
und Umgebung begrüßen. Als Ehrengäste waren Bürgermeister LAbg.Mag.Karl
Wilfing, die Direktoren mehrer Schulen sowie weitere Vertreter aus Politik,
Wirtschaft und Kultur anwesend.
![]() |
Kramer (1897 bis 1958) ist ein Kind des Weinviertels, das er Sommer für Sommer durchstreifte. Die lehmigen Hügel, die endlosen Felder, die Donau-Auen – das alles floss in seine Gedichte ein. Kramer ist ein erdiger Dichter, tief verwurzelt in seiner Heimat und den Menschen zugetan.
Bald wurde auch die literarische Szene auf ihn aufmerksam und er wurde als einer der wichtigsten zeitgenössischen Lyriker deutscher Sprache anerkannt. Diesen Ruhm konnte er jedoch nur kurze Zeit genießen, denn 1938 durfte der „Jude Kramer“ nicht mehr publizieren. Er flüchtete 1939 nach England. An dieser Entwurzelung litt er bis zu seinem Tod. Die Bilder seiner Heimat trug er im Herzen.
Holunders Literaturwerkstatt hat sich intensiv mit Werk und Biographie Theodor Kramers beschäftigt. Anhand seiner Gedichte ließen die Künstler das Leben Kramers vorüberziehen, einfühlsam von Musik begleitet.
![]() |
![]() |
Das herbstliche Poysdorf lädt ein zum Spaziergang durch Kellergassen und zu
historischen Plätzen. So sind auch die BibliothekarInnen der Erzdiözese Wien
mit besten Erläuterungen und auch historischen Berichten versorgt durch die
Stadt gezogen.
![]() |
(Fotos: Kainzner, Hartl)
(red)