Wie können wir neben den Bibliotheken der Stadt Wien jene "Marktnischen" finden, in denen die pfarrlichen Öffentlichen Bibliotheken Literatur und Medien anbieten, die man in städtischen Büchereien nicht findet? Das Gespräch zu dieser Frage zeigte auf, dass die Pfarrbibliotheken eine große Hilfe sein können, z. B. bei der Versorgung von Kindergartenkindern mit religiösen Büchern, besonders auch Bilderbüchern.
Auch Schulkinder kommen gerne in die Bibliothek, wobei auch kleine Anreize
sehr hilfreich sind. So bekommt z.B. in der Bibliothek der Pfarre
Lichtenthal um 9. Bezirk jedes Kind einen Lesepass, in den mit jedem
entlehnten Buch ein Stempel kommt und wenn der Pass voll ist, gibt's eine
gestrickte Leseratte als Anerkennung.
Ob Kinder- Jugend- oder Erwachsenenbildung, wenn die Pfarre ihre Bibliothek
als Einrichtung sieht, die dabei unterstützend oder selbst initiativ ist,
wird sie ihr Angebot gerne nutzen.
Auch wenn Bibliotheksarbeit oft mühsam ist und Erfolge nicht gleich
sichtbar sind, gibt es doch auch viele positive Erfahrungen, wie Freude und
Dankbarkeit von großen und kleinen LeserInnen - so die Berichte beim
Stammtisch.
Es hat uns allen gut getan, einmal in gemütlicher Runde zusammen zu sein und
Erfahrungen und Ideen auszutauchen und die TeilnehmerInnen haben sich
gewünscht, weitere Treffen dieser Art zu arrangieren, die auch offen sind
für BibliothekarInnen außerhalb Wiens.
(Hartl)