LR Schleritzko besuchte Österreichs einzige „rollende Bibliothek“

Landesrat Ludwig Schleritzko, Martina Widy (Öffentliche Bücherei und Medienmobil Bildungshaus Schloss Grossrussbach) Foto: Anita Zach, Öffentliche Bücherei Großrußbach

Niederösterreichs Bibliotheken sind immer wieder für Überraschungen gut. Um die Landsleute zum Lesen zu motivieren und die Hürden so gering wie möglich zu gestalten, hat man sich in Großrußbach einfach dazu entschieden, die Bibliothek auf Räder zu stellen. „Lesen macht Freude und diese wollen wir teilen. Und wenn die Leserinnen und Leser nicht zur Bücherei kommen können, dann kommt eben die Bücherei zu den Leserinnen und Lesern. Eine wirklich großartige Initiative hier im Weinviertel“, so Landesrat Ludwig Schleritzko bei einem Besuch des Bücherbusses in der Station Niederhollabrunn.
Das „MEdienMObil“ ist ein Unikat in Österreich. Vor allem in Orten mit geringer Infrastruktur ist es ein Zentrum der Begegnung und Kommunikation. Aus ca. 12.000 Medien der Bücherei Schloss Großrußbach wird eine Auswahl von rund 1.200 in den Bücherbus sortiert und wöchentlich aktualisiert. Seit dem Jahr 1981 fährt die rollende Bibliothek durch das Weinviertel – insgesamt werden 11 Stationen in 7 Gemeinden rund um Großrußbach angefahren. Das Medienmobil wurde mit Hilfe vieler Sponsoren finanziert und ist eine gelungene Kooperation der 7 Bücherbusgemeinden Großmugl, Hagenbrunn, Harmannsdorf, Kreuzstetten, Leobendorf, Niederhollabrunn und Niederleis.


v.l.n.r. Bürgermeister Norbert Hendler (Harmannsdorf), Helene Kukelka, Matthäa Ruprecht, Bürgermeister Jürgen Duffek (Niederhollabrunn), Sophie Hofmann, Lorenz Ruprecht, Landesrat Ludwig Schleritzko, Elias Ruprecht, LAbg. Bürgermeister Christian Gepp (Korneuburg), Sissy Holzer-Konrad (Öffentliche Bücherei und Medienmobil Bildungshaus Schloss Grossrussbach), Franz Knittelfelder (Direktor Bildungshaus Schloss Grossrussbach), Foto: Anita Zach, Öffentliche Bücherei Großrußbach

„Eine große Leistung des Medienmobils ist auch dessen Nachhaltigkeit. Die Leserinnen und Leser können die Stationen zu Fuß oder mit dem Rad erreichen, viele Fahrkilometer und damit CO2 werden gespart“, weiß der auch für Mobilitätsfragen zuständige Landesrat.
„Durch die Kooperation der sieben Bücherbus-Gemeinden wird die Lesefreude in allen Altersgruppen erhöht. Wir sehen hier ein Beispiel gelungener Regionalisierung: Bildungsangebote werden wohnortnah platziert und auch Gruppen erreicht, die sich sonst die Mühe nicht gemacht hätte, um die Bücherei zu besuchen. Damit erreichen wir auch neue Zielgruppen und bringen diese zum Lesen“, zeigt sich Schleritzko überzeugt.

Text: Presseaussendung des Bildungshauses Großrußbach